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Lichtkuppeln im Bestand sichern: Durchsturzschutzgitter nachgerüstet

Safetech GmbH 09.08.2026 Lichtkuppelsicherung, Durchsturzschutz, Absturzsicherung

Lichtkuppeln bringen Tageslicht in Hallen und Gebäude. Auf dem Dach können sie jedoch zur gefährlichen Durchsturzstelle werden – vor allem dann, wenn ältere Bauteile stabil wirken, ihre dauerhafte Durchsturzsicherheit aber nicht nachgewiesen ist.

Bei einem Bestandsobjekt eines international tätigen Industriegasherstellers hat Safetech deshalb mehrere Lichtkuppeln mit passgenauen INNOTECH LIGHT Durchsturzschutzgittern nachgerüstet. Die Gitter wurden im Lichtschacht montiert. So bleiben die Lichtkuppeln funktionsfähig, während gleichzeitig ein technischer Schutz gegen den Durchsturz nach innen vorhanden ist.

Warum ungesicherte Lichtkuppeln so gefährlich sind

Durchsturzunfälle gehören zu den schwersten Absturzereignissen auf Dächern. Die BG BAU weist für das Jahr 2025 Abstürze mit 41 Prozent als häufigste Ursache tödlicher Arbeitsunfälle aus. Eine Auswertung der DGUV zu 183 Durchsturzunfällen zeigt zusätzlich: In 146 Fällen, also 80 Prozent, fielen Menschen durch nicht tragfähige und nicht durchsturzsichere Bauteile wie Lichtbänder, Lichtkuppeln oder Dachplatten.

Das Risiko betrifft nicht nur Bauarbeiten. Auch bei Wartung, Reinigung, Instandhaltung oder Arbeiten an technischen Anlagen müssen Dächer betreten werden. Alterung, UV-Strahlung, Witterung und betriebliche Einflüsse können die Eigenschaften lichtdurchlässiger Bauteile verändern. Deshalb darf aus dem äußeren Eindruck allein keine ausreichende Sicherheit abgeleitet werden.

Projektlösung: INNOTECH LIGHT im Bestandsdach

Für das Bestandsobjekt fiel die Wahl auf ein fest montiertes Durchsturzschutzgitter. Die INNOTECH LIGHT Lichtkuppelsicherung besteht laut Hersteller aus einem verzinkten Stahl-Gitterkorb, der passend zur jeweiligen Lichtkuppel gefertigt wird. Ausschnitte für Öffnungsmechanismen und unterschiedliche Geometrien können bei der Planung berücksichtigt werden.

Der Hersteller nennt für das System eine maximale Maschenweite von 100 × 100 Millimetern sowie Prüfungen nach GS-BAU-18 und DIN EN 1263-1:2015. Für die konkrete Anwendung sind immer die aktuelle Herstellerdokumentation, die Einbausituation, der Befestigungsuntergrund und die fachgerechte Montage maßgeblich.

Was die Nachrüstung praktisch leistet

  • Schutz bei geöffneter und geschlossener Lichtkuppel: Das Gitter sitzt im Lichtschacht und sichert die Öffnung nach innen.
  • Erhalt der Funktion: Lichteinfall und Öffnungsmechanismus können bei passender Planung weiterhin genutzt werden.
  • Nachrüstung im Bestand: Das System ist für unterschiedliche Lichtkuppeltypen und Unterkonstruktionen vorgesehen.
  • Kollektive Schutzwirkung: Das Gitter schützt Personen im Gefahrenbereich, ohne dass jede Person es aktiv anschlagen oder bedienen muss.

Ob genau dieses System zu einem Dach passt, lässt sich jedoch nicht allein anhand eines Fotos oder der Abmessungen entscheiden. Vor der Montage müssen unter anderem Lichtkuppeltyp, Aufsatzkranz, Untergrund, Öffnungsmechanismus, mögliche Rauch- und Wärmeabzugsfunktionen sowie die späteren Nutzungs- und Wartungswege geprüft werden.

Drei technische Möglichkeiten zur Sicherung von Lichtkuppeln

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der Gefährdungsbeurteilung und der konkreten Dachnutzung ab. Die aktuelle DGUV Information 201-056 nennt für die dauerhafte Sicherung von Dachoberlichtern unter anderem Gitter, Auffangnetze und umlaufenden Seitenschutz.

  1. Umlaufendes Geländersystem: Ein Seitenschutz hält Personen auf Abstand zur Lichtkuppel und kann besonders bei häufig begangenen Dachflächen sinnvoll sein.
  2. Durchsturzschutznetz: Eine Netzlösung kann Lichtkuppeln oder längere Lichtbänder sichern, wenn sie passend geplant, montiert und geprüft wird.
  3. Durchsturzschutzgitter: Ein festes Gitter im oder am Lichtschacht schützt die Öffnung dauerhaft und erhält bei geeigneter Ausführung die Licht- und Öffnungsfunktion.

Die Rangfolge der Maßnahmen folgt dem TOP-Prinzip: Technische Schutzmaßnahmen haben Vorrang vor organisatorischen Maßnahmen und persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz. Welche technische Lösung den besten Schutz bietet, muss objektbezogen geplant werden.

Bestandsdächer regelmäßig prüfen und planvoll nachrüsten

Bei älteren Dächern sollte die Prüfung nicht erst beginnen, wenn eine Reparatur direkt an der Lichtkuppel ansteht. Entscheidend ist der gesamte Arbeits- und Verkehrsbereich: Wie gelangen Personen aufs Dach? Welche Wege werden bei Wartung und Instandhaltung genutzt? Wo liegen Lichtkuppeln, Lichtbänder und andere nicht tragfähige Flächen? Welche Anlagen müssen regelmäßig erreicht werden?

Auch Änderungen auf dem Dach gehören in diese Betrachtung. Neue Photovoltaikanlagen, zusätzliche Lüftungsgeräte oder veränderte Wartungswege können dazu führen, dass Beschäftigte künftig näher an bisher selten betretenen Lichtkuppeln arbeiten. Ein bestehendes Schutzkonzept sollte deshalb nach baulichen oder betrieblichen Änderungen erneut geprüft und nachvollziehbar dokumentiert werden.

Aus diesen Informationen entsteht ein Schutzkonzept. Es verbindet sichere Zugänge, klar geführte Wege und geeignete Maßnahmen gegen Absturz und Durchsturz. Die Lichtkuppelsicherung von Safetech umfasst die Prüfung der Ausgangssituation, die Auswahl eines passenden Systems und die fachgerechte Umsetzung.

Häufige Fragen zur Lichtkuppelsicherung

Sind ältere Lichtkuppeln automatisch durchsturzsicher?

Nein. Aussehen und Alter allein belegen keine dauerhafte Durchsturzsicherheit. Fehlt ein belastbarer Nachweis, sollte die Lichtkuppel im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung als mögliche Durchsturzstelle behandelt und fachlich geprüft werden.

Kann ein Durchsturzschutzgitter nachträglich montiert werden?

Ja, viele Systeme sind für die Nachrüstung vorgesehen. Ob und wie die Montage möglich ist, hängt von Lichtkuppeltyp, Aufsatzkranz, Untergrund, Öffnungsmechanismus und weiteren Funktionen der Lichtkuppel ab.

Bleibt die Lichtkuppel mit einem Gitter weiterhin nutzbar?

Bei passender Planung kann die Lichtkuppel weiterhin Licht einlassen und geöffnet werden. Ausschnitte für Öffnungsmechanismen sowie Anforderungen an Rauch- und Wärmeabzug müssen vor der Fertigung berücksichtigt werden.

Welche Sicherung ist besser: Geländer, Netz oder Gitter?

Das lässt sich nur objektbezogen entscheiden. Dachnutzung, Wartungshäufigkeit, Untergrund, Lichtkuppeltyp und vorhandene Verkehrswege bestimmen, welche technische Schutzmaßnahme geeignet ist.

Lichtkuppeln im Bestand sicher nachrüsten

Sicherheit auf dem Dach entsteht durch eine belastbare Gefährdungsbeurteilung, ein passendes Schutzkonzept und eine fachgerechte Montage. Safetech unterstützt Betreiber, Planer und ausführende Unternehmen bei der Auswahl und Umsetzung geeigneter Lösungen.

Sie möchten Lichtkuppeln oder Lichtbänder auf einem Bestandsdach prüfen und sichern? Sprechen Sie mit dem Team der Safetech GmbH. Gemeinsam klären wir, welche Lösung zur Dachkonstruktion und zur späteren Nutzung passt.

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